Sonntag, 22. Februar 2009

Leben ohne Reiten

Es ist jetzt gute zwei Monate her, dass ich das letzte Mal auf einem Pferd gesessen habe. Fehlts? Tatsächlich und erstaunlicherweise: Nicht. Gut, ich merke an den neuen Extra-Pfunden auf meiner Hüfte, dass die Bewegung ausbleibt. Aber ansonsten?

Durch meinen neuen Job bin ich mental, intellektuell und psychisch so ausgelastet, dass ich in meiner Freizeit eigentlich nur noch eins will: Abschalten. Daddeln. Bloß keinen Anspruch mehr, denn den habe ich jetzt den ganzen Tag.

Wie immer, wenn ich im Leben etwas Neues anfange, merke ich auch diesmal, dass ich dann gern dazu neige, in meiner Vergangenheit herumzukramen - nach Erfahrungen und Knowhow, das ich mal hatte - dann aber beiseitegelegt habe, mangels Bedarf.

Und was ist das eigentlich komische?

Genau: Wenn ich mich an "Reiten" erinnere, dann nicht an die Momente, in denen mir auf dem Pferd etwas gelang...

...sondern an die Momente, die ich als blutiger Anfänger mit dem Pferd hatte, was ich wirklich gern hatte - und was ich bis heute vermisse. Dieses Pferd ist eine Stute, mittlerweile 18 und mopsfidel. Vor kurzem hab ich sie nochmal gesehen (weil meine Kleine jetzt auf dem Hof ponyreitet, wo sie steht). Und ich finde nach wie vor: Sie ist das schönste Pferd, was ich je gesehen habe. Und das, obwohl sie völlig untrainiert ist und einen dicken Bauch hat.

Ich fürchte, ich bin und bleibe ein Beziehungstäter. Mag ich etwas oder jemanden, dann lerne ich wie der Blitz. Aber sobald die persönliche Beziehung fehlt...

...geht gar nichts mehr.

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