Mittwoch, 3. Juni 2009

Die Bahn. Hamburg - Berlin - Hamburg

1. Faszinierend: Weil auf der Strecke gebaut wird und die Fahrt dadurch länger dauert (na und? Mit dem Bus dauerts NOCH länger) gibts im Zug doch Tatsache original eine Saftschubse. Die Bahn reicht O-Saft, Wasser und in Zellophan verpackte Do-Nuts (vielleicht sollen die auch Do-Nots sein im Sinne von: "Liebe Reisende, bitte, bitte, wir sind so skandal- und bau- und überhaupt geplagt, bitte TUT UNS NICHTS"). Hat den Effekt, dass man dann minutenlang in einem lauten Knistern herumsitzt, weil alle ihre Do-Nuts aus dem Zellophan rausfummeln.

2. Berlin Hbf ist ECHT groß. Also groß-groß. Mit faßförmigen Glasaufzügen. Und diversen Ebenen zum Verlaufen. Und Unmengen von Läden. Aber...

3. Berlin Mitte ist ja auch groß-groß. Sobald ich mit den dortigen Gebäuden konfrontiert bin, reagiere ich sofort und ungefragt mit diesem Ameisen-Gefühl. Ich nix. Ich winzig. Du groß. Du Sony. Oder du Bahn. Besonders gut fühlt sich das nicht an. Klar, ist imposant, "total urban", aber besonders ansprechend finde ich es trotzdem nicht.

4. Neben den Do-Nuts reichen sie im Zug dann kurz vor Fahrtende auch eine Praline. In einem kleinen Pappschächtelchen mit dem bahneigenen Bau-Maulwurfs-Logo. Die Praline ist lecker. Einmal. Aber was ist mit den Pendlern? Was ist, wenn das Anreichen genau dieses kleinen Pralinen-Pappkartons eines Tages genau der Tropfen ist, der das Fass zum Überlaufen bringt - und so einen Amoklauf auslöst? Will jemand, der täglich diese Strecke fährt, auch jeden Tag so eine Praline? Oder fängt er an, sie irgendwann zu hassen?

5. Ok, am 13. Juni wollen sie mit der Bauerei fertig sein. Vermutlich deswegen doch nicht sooo ein großes Problem.

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