Donnerstag, 4. Juni 2009

Schnelle Zeiten, langsame Zeiten

Wir glauben ja immer, wir würden in einer schnellen Zeit leben. Soso. Nun, in den 20iger Jahren kam die Post drei Mal am Tag. Und Zeitungen erschienen bis zu vier Mal täglich: Morgenausgabe, Mittagsausgabe, Abendausgabe, Nachtausgabe. Die Bahn? In den 30iger Jahren auf etlichen Strecken schneller als heute. Sicher, es gab weder Radio noch Fernsehen - aber es gab Telegramme, Zeitungsjungen und Telefon. Gewagt gesagt: In Sachen Tempo haben wir in Europa durch den 2. Weltkrieg einen massiven Rückschritt gemacht - den wir dann erst nach und nach wieder kompensiert haben.

Warum mir das gerade einfällt? Weil ich mich aus irgendeinem Grund an einen Kinderroman erinnert habe, den ich so mit etwa 10 Jahren verschlungen habe. Darin gings um einen Jungen in Berlin, der als Zeitungsjunge anfängt und dann Karriere als Reporter macht. Nach diesem Buch war für mich klar, was ich mal werden will. Leider habe ich sowohl den Autoren als auch den Titel vergessen - aber das Buch war einsame Klasse.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

 
Smilie by GreenSmilies.com