1. Beim Händler sieht der Baum immer kleiner aus als er es dann zuhause im Wohnzimmer ist. Es macht keinen Spaß, wenn man das Sofa während der Feiertage nur noch mit Schlangenmensch-Qualitäten erreichen kann.
2. Die Sparlösung "ein paar Tannenzweige in einer großen Vase" funktioniert nur bis zur 3. Kugel. Dann fällt alles um. Fällt es da noch nicht um, dann fällt es garantiert in dem Moment um, der der schlechteste dafür überhaupt ist - und ruiniert grundsätzlich das teuerste Geschenk.
3. Bäume in Töpfen beruhigen nur befristet das ökologische Gewissen. Sobald man sie im Garten eingepflanzt hat, gehen sie ein.
4. Grundregel: Krabbelkinder und Weihnachtsdekoration sind inkompatibel.
5. Kinder, die laufen, aber noch nicht sprechen können, ebenfalls.
6. Lauschaer Glasvögelchen sind bezaubernd - wenn man es schafft, sie nicht schon beim Auspacken zu zerbrechen.
7. Gleiches gilt für das Wiedereinpacken.
8. Den Stamm einer Tanne mit einem Taschenmesser so zu verjüngen, dass er in den Christbaumständer paßt, dauert sehr lange. Wenn man noch am heiligen Abend bescheren will, kann das zu einer echten Geduldsprobe werden.
9. Nie den Tannenbaum mit einer Schnur an einer Türklinke fixieren. Familienerfahrung! Mein Opa hat das beim ersten Christfest mit Oma probiert. Oma öffnete die Tür, um zu fragen, wie weit Opa mit dem Baum ist - woraufhin ihr a) der Baum entgegenrauschte und b) Opa tödlich beleidigt war, was c) den ersten großen Ehekrach zur Folge hatte. Also Obacht.
10. Kinder lieben bunte Bäume, Frauen lieben Ton-in-Ton dekorierte Bäume und Männer legen wahlweise Wert auf a) die Plazierung von Mutters Strohsternen, b) eine Uncle-Sam-Parodie, die auf einer Rakete herumflitzt als Weihnachtsdeko, c) mirdochegalwozubrauchtsüberhauptdieblödetanne.
11. Plastikbäume sind indiskutabel.
12. Wer seinen Baum vor dem 6. Januar (Hl. Drei Könige) abbaut, outet sich als Gotthilf-Penibel-Verschnitt oder als jemand, der sich im Anschluß an Weihnachten noch eine schicke Auszeit auf Sylt oder irgendwo in der Sonne leisten kann.
Mittwoch, 17. Dezember 2008
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