Es ist dunkel, kalt und grau - und weil ich mir die Karibik gerade nicht leisten kann, dennoch aber der Meinung bin, dass man sich mit 40 das Recht auf Luxus verdient hat, liebäugele ich nun mit einem Wellness-Wochenende. Die Sorte, wo sie einem gleich im Entrée einen flauschigen Bademantel reichen, den man den Rest des Wochenendes nicht mehr auszieht, auch, weil man spätestens nach dem 2. üppigen Menü (bloß keine kleinen Gemüseteller!) eh nicht mehr in die normale Hose hineinpaßt.
Nun, ich habe also heute ein bißchen im Internet recherchiert und bin hängengeblieben beim "Kartoffelhotel", verortet in der tiefsten Lüneburger Heide. Dort bieten sie nicht nur alles rund um die Kartoffel an (symphatischer Gedanke), sondern auch Ayurveda-Anwendungen - in Form von Öl-Massagen. Die gibts in verschiedenen Varianten - einmal lassen sie einem eine halbe Stunde lang einen dünnen Ölstrahl auf die Stirn laufen (auf das 3. Auge, aha), dann hat es eine Synchron-Massage, wo gleich zwei Leute an einem herumwerkeln (natürlich auch mit Öl) und natürlich gibts auch Öl-Anwendungen für Hände und Füße.
Eigentlich finde ich Massagen ja toll. Aber bei dieser ganzen Öl-Nummer hatte ich als erstes nicht etwa die Vorstellung von Entspannung und Wohlbehagen - sondern nur die brennende Frage im Kopf: Und wie macht man dann eigentlich diese ganze Schweinerei wieder sauber? Und ist das nicht irgendwie eklig, wenn man hinterher mit dem ganzen Glitsch in seinen flauschigen Bademantel schlüpft?
Und der Kollege, der dann noch meinte - was, die wollen 250 Tacken für so ein paar Ölmassagen? Pah, das mach ich dir auch, einmal beim Aldi die große Ölpulle geholt, bisschen angewärmt und los gehts. Und bei mir zahlst du dann nur 100, na, wie wärs? - also, der sorgte dann endgültig dafür, dass mein inneres Bild von "entspannter luxuriöser Wellness" umkippte zu "blöde Verlade und ein viel zu teuer bezahlter Leihbademantel, außerdem hab ich Kartoffeln auch zuhause".
Also kein Ayurveda. Wobei - für einen Moment......klang das irgendwie richtig gut.
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