Zu Weihnachten bekam mein Kind von seinen Großeltern ein Kasperletheater geschenkt. Dieses spielt seither Abend für Abend sehr erfolgreich ein Stück, dessen Dramaturgie in etwa so aussieht:
Mitwirkende: Kasper, Prinzessin, Wachtmeister Dimpfelmoser, die Oma.
Handlung: Die Prinzessin und Wachtmeister Dimpfelmoser heiraten. Sie knutschen herum, gucken dann gemeinsam einen Film (der Gipfel der Gemütlichkeit), dann bekommen sie ein Kind (den Kasper). Kasper wird dreimal gewickelt, dann ist er groß und heiratet ebenfalls, und zwar die Oma (sehr zu seinem Mißfallen). Alle tanzen. Dabei fällt die Oma tot um. Denken sie! Aber falsch gedacht, Sekunden später steht die Oma wieder auf und tanzt weiter. Bis sie wieder umfällt. Dann fällt auch der Dimpfelmoser um, alle erschrecken sich, aber auch dieser ersteht sofort wieder auf und reiht sich wieder in den munteren Reigen ein. Die Sequenz tanzen-umfallen-wieder auferstehen - weitertanzen läßt sich beliebig wiederholen, bis
a) der jüngste Tag kommt und alle Aufführungen ein Ende haben
b) die Mutter dem Spiel ein Ende bereitet, um das Kind ins Bett zu schicken oder
c) das Kind befindet, dass es nun genug hat (ist noch nie vorgekommen).
Auf jeden Fall kann aber das gute, alte Kaspertheater so oder so eines: Nämlich locker das Fernsehen toppen.
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